Die Inder hatten sich fast daran gewöhnt, dass immer wieder einige Bomben hochgehen (wie in jedem anderen Land auch, vor allem in einem in dem 100 Millionen Muslime leben), aber was heute passiert ist, ist eigentlich fast nicht mehr "nur" als Terroranschlag zu werten, sondern als konzertierte Militäraktion. Wer dahinter steckt, ist nicht sicher - diese angebliche Gruppe "Deccan Mujaheddin" wurde auf jeden Fall vorher nie gesichtet.
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es wieder irgendwelche verblendeten geistigen Trampel sind, die im Namen eines Gottes meinen, etwas Drastisches tun zu müssen. Ich frage mich, wann endlich etwas Drastisches gegen diese Leute, oder besser, die ganze Ideologie dahinter, getan wird.
Die Lage zurzeit: Delhi ist zwar Indien, aber 1200 km von Mumbai entfernt. Das ist - von Mittelhessen aus gesehen so weit wie: Oslo, Stockholm, Vilnius (Hauptstadt von Litauen), Belgrad, Neapel, Barcelona und der äußerste Norden Schottlands (Luftlinie).
In Europa würde ich NIE auf die Idee kommen, jemanden in Frankfurt zu fragen, ob er den Anschlag in Barcelona gut überstanden hat. Aber hier ist etwas anders, denn trotz physischer Distanz erscheinen mir die Plätze alle sehr nah. Die Sachen könnten eins-zu-eins genau so in New Delhi stehen: Das Oberoi und Taj Mahal sind beides 5-Sterne Hotels die es auch in New Delhi gibt. In beiden war ich schon mehrmals drin wegen dem Besuch verschiedener Delegationen aus Deutschland. Und das Café, das in Mumbai angegriffen wurde, ist durchaus vergleichbar mit den Treffpunkten die wir in Delhi haben - eben Orte wo besonders viele Expats sind.
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es wieder irgendwelche verblendeten geistigen Trampel sind, die im Namen eines Gottes meinen, etwas Drastisches tun zu müssen. Ich frage mich, wann endlich etwas Drastisches gegen diese Leute, oder besser, die ganze Ideologie dahinter, getan wird.
Die Lage zurzeit: Delhi ist zwar Indien, aber 1200 km von Mumbai entfernt. Das ist - von Mittelhessen aus gesehen so weit wie: Oslo, Stockholm, Vilnius (Hauptstadt von Litauen), Belgrad, Neapel, Barcelona und der äußerste Norden Schottlands (Luftlinie).
In Europa würde ich NIE auf die Idee kommen, jemanden in Frankfurt zu fragen, ob er den Anschlag in Barcelona gut überstanden hat. Aber hier ist etwas anders, denn trotz physischer Distanz erscheinen mir die Plätze alle sehr nah. Die Sachen könnten eins-zu-eins genau so in New Delhi stehen: Das Oberoi und Taj Mahal sind beides 5-Sterne Hotels die es auch in New Delhi gibt. In beiden war ich schon mehrmals drin wegen dem Besuch verschiedener Delegationen aus Deutschland. Und das Café, das in Mumbai angegriffen wurde, ist durchaus vergleichbar mit den Treffpunkten die wir in Delhi haben - eben Orte wo besonders viele Expats sind.
Und ich bin hier natürlich durch soziale Netzwerke viel näher dran:
Eine Bekannte von Marie, die dieses Wochenende zu Besuch war, ist glücklicherweise gestern nicht ins Café Leopold hingegangen, ihre Freunde jedoch, weswegen einer davon jetzt angeschossen im Krankenhaus liegt.
Ein Geschäftspartner von uns, der auch in unserem Haus ein Büro hat, war gestern abend im Oberoi-Hotel essen und hat den Angriff erlebt - ist gerade noch entkommen.
Anika aus der Geo Marburg, die zurzeit in Mumbai ihre Diplomarbeit schreibt, war glücklicherweise in Nasik, weit von Mumbai entfernt. Ihr geht es gut.
Wie die indischen Behörden und Hotels jetzt reagieren, wird abzusehen sein. Ich werde auf jeden Fall morgen früh ins Taj Palace New Delhi gehen müssen, um eine bayrische Delegation zu treffen. Wahrscheinlich steht da jetzt eine Armee davor.
...
Wie gestern versprochen, habe ich euch einen Sampler gebaut, den ihr nur unter diesem Link runterladen müsst. Tracklist findet ihr im beigelegten Wordfile.


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