Ich habe kein Klopapier mehr. Ich dachte, die Toilette neben der Gemeinschaftsküche wäre noch damit ausgestattet, aber ich muss gerade merken, dass dort auch keins ist.
Meine Not"ration" ist also eine Serviette die ich gerade in der Küche gefunden habe und wenn's hart auf hart kommt...hmja...meine Brillenvliestücher? Mein Collegeblock? Die indische Alternative??? ...wir werden sehen...
Wollen wir einfach mal hoffen, dass das Essen, dass ich mir gerade beim "Xing Delhi Live Event" reingezogen habe, meinen Körper ganz knorke findet und bis morgen wartet. Dann ist hoffentlich Vishna, unser Haus-Walla, wieder da und kann mir die "Rolle der Erlösung" überreichen.
Der Xing Delhi Live Event ist übrigens eine Veranstaltung von der Xing-Gruppe "Delhi", der ich beigetreten bin, nachdem ich letzte Woche in der deutschen Botschaft die Moderatorin eben dieser Gruppe kennengelernt habe. Tja, Networking halt. Ich bin schon richtig wie der Standardmigrant, der in der fremden Stadt vor allem gerne mit anderen Migranten netzwerkt. Naja, ein paar Inder lern ich ja trotzdem auch kennen, keine Sorge.
A propos Netzwerk: Auf dem Event hab ich auch einen Sascha aus Alsfeld (Hessen) kennengelernt, der öfters mit seinen Kumpels im Bolschoi war und außerdem micht fragte, ob ich auch in dem LahnMUN (der UN-Simulation an der Marburger Uni) involviert war. Nein, das war ich nicht, aber ich hab ihn daraufhin einfach mal gefragt, ob er die Madeleine Hagemeister kennt. Und was soll ich sagen? Er kannte sie! Madeleine, falls du das liest, beste Grüße von Sasche Heylmann! Da ist man auf der anderen Seite der Welt und man stellt fest, dass man nur eine Person voneinander entfernt ist...iller Shit. Er kannte auch eine Inken an der Marburger Uni, und ich bin mir nicht sicher, ob das nicht die eine aus Tobi (Kunz)'s Jahrgang ist, die auch auf der GOW war...Oh mann.
Um auf ein altes Thema zurückzukommen: Ich bin grade wirklich sehr froh, dass es mir gerade nicht so geht wie heute mittag... Denn dort habe ich von einer indischen Arbeitskollegin (Pankaja) eine Nachspeise kredenzt bekommen, zu der man eine unglaublich scharfe Soße bekommt. Ich wurde eindringlich davor gewarnt und nahm auch nur ganz wenig. Und ja, es war wirklich scharf. Luzifermäßig! Und ich sah dann, dass Pankaja sich den gesamten Soßenbeutel auf den Teller goß und ihre Nachspeise genüßlich darin tunkte. Sie hat allerdings auch damit gekämpft, mit Husten und dem typischen "Ohmeingottdashautsoreinwoistdaswasser"-Blick...aber sagte, dass sie das einfach so gerne so scharf mag, auch wenn's ihr grade alles verätzt. Ich sage übrigens zu Recht Wasser, denn Milch ist hier nicht so häufig am Start. Eike...Christian....ihr habt eure Meisterin gefunden.
Auf jeden Fall ergab sich dann die Situation, dass meine Zunge etwas verwirrt damit war, was ich ihr denn gerade prickelndes serviert habe während gleichzeitg, am anderen Ende des Verdauungstraktes, mein Körper immernoch mit dem Paneer Chili von gestern zu kämpfen hatte! Das brannte nicht nur zweimal, sondern geschätzte fünf mal.
Ich hab übrigens wieder mal ein bißchen Multimedia am Start. Folgendes ist der Weg zu meinem Büro in dem schönen 70er Jahre Büroklotz Chiranjiv Tower:
Wenn man im 12. Stock aus dem Auszug geht...
...den Gang ganz runter geht....
...kommt unser Büro.
Sobald nicht mehr die Handwerker in unserem Büro herumpfuschen, mach ich auch mal Fotos as dem Büro, denn das ist mit den netten Holzelementen und den Bürocubicles eigentlich ganz schön geworden!
Außerdem habe ich heute EINE STUNDE dafür gebraucht, um nach Hause zu kommen.
Für diese Strecke brauche ich morgens mit der Riksha ganze 15 Minuten. Aber die Rush-Hour macht's... Hier mal eine kleine Video-Impression, Delhi, unbekannte Kreuzung bei "Eastern Kailash", ca. 19:40.
Zur Erklärung: Wir fahren gerade aus über die Kreuzung drüber, von rechts kommen Leute, die links abbiegen wollen und denen wir im Weg stehen. Links steht eine Karawane Autos, die im Begriff sind, ebenfalls die Kreuzung zu überqueren. Ich habe keine Ahnung, ob es eine Ampel gab und wenn doch, wer grün gehabt hätte..
Und als ob das für den heutigen Tag nicht genug wäre, durfte ich gerade auch noch feststellen, dass ein GECKO in meinem Schlafzimmer ist! Wie bitte bringt man einen Gecko zum Gehen? Vor allem, wie kommt er da rein? Können nicht alle Türen der Welt aus Deutschland sein? Warum macht man in den Subtropen auch Türen aus Holz? Naja, ich hoffe einfach mal dass er den Ausgang wieder findet. Er wird selbst am besten wissen, wie er rein gekommen ist. Ich hoffe mal einfach, dass er meinen Rachenraum nicht als Schlafplatz benutzen will. Wenn doch, dann behaltet mich einfach an den Typen in Erinnerung, der den beklopptesten Tod aller Zeiten gestorben ist. Erstickt an einem Gecko.
In diesem Sinne: GUTE NACHT!
Benni


2 Kommentare:
Die Welt ist soo klein!!
Ich hab auf diversen Fotos und Videos einen silbernen Hyundai Atos gesehen,der verfolgt dich!
Und der Gecko: Foto!! Hoffe du überlebst! :D
Inken, Inken.... der Name ist mir schon mal begegnet. Aber bitte frag mich nicht wo, wann, wie, warum, naja und so weiter...
PS.: Ich hab jetzt zu Hause ne Kiste Augustiner Oktoberfestbier und wieder ne Freundin. Beides sehr lecker ;-)
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